Wald ist unser Leben

Meldungen - Archiv

 

Presseinformation MLV NRW: Ministerin Gorißen stellt Waldzustandsbericht 2025 vor

 

Ministerin Gorißen stellt Waldzustandsbericht 2025 vor: Wald erholt sich leicht – aber keine Trendwende

Die Gesundheit des Waldes geht alle an. Als Klimaschützer, Holzlieferant, Lebensraum für Tiere und Pflanzen und beliebter Erholungsraum hat der Wald grundlegend wichtige Funktionen für die Natur und die Menschen. Um den Wald besser schützen zu können, sind Daten notwendig, die Forstfachleute des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen über mehrere Monate im Jahr sammeln, auswerten und in der jährlichen Waldzustandserhebung veröffentlichen. Die zentralen Ergebnisse des Waldzustandsberichts 2025 präsentierte Ministerin Silke Gorißen am Donnerstag, 20. November, in Düsseldorf:

Ministerin Silke Gorißen: „Die gute Nachricht zuerst: Dem Wald in Nordrhein-Westfalen geht es etwas besser als in den vergangenen Jahren, die seit 2018 stark von der Borkenkäferplage und ihren Folgen geprägt waren. Nach mehreren schweren Jahren gewinnt der Wald leicht an Kraft und damit gewinnen wir auch mehr Zeit für die notwendige Anpassung an den Klimawandel.“ Die Ministerin weiter: „Die Wälder konnten von den guten Witterungsbedingungen und ausreichender Wasserversorgung in den Waldböden profitieren, so etwa bei der Buche. Zudem nimmt die Fläche mit jungen Bäumen zu – der vorangetriebene Waldumbau wirkt. Dennoch sind vielerorts die Zustände der Bäume weiter kritisch – gerade bei der Eiche. Wir müssen die Widerstandsfähigkeit der Wälder weiter stärken und den Umbau zu starken Mischwäldern fortsetzen. Die Wiederbewaldung bleibt eine Generationenaufgabe.“

Wälder haben sich etwas erholt – Waldumbau macht sich bemerkbar
Die insgesamt niederschlagsreichen Jahre 2023 und 2024 sowie ein meist ausreichend nasses 2025 haben den Bäumen geholfen, die Schäden der vorangegangenen Extremjahre zumindest in Teilen auszugleichen. 29 Prozent der Bäume zeigten in diesem Jahr eine gesunde, dichte Baumkrone aus Blättern oder Nadeln. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der Anteil der Bäume mit einer nur leicht verlichteten Krone hat sich vergrößert und zwar um drei Prozent auf nun 37 Prozent. Dementsprechend hat sich der Anteil schwer geschädigter Bäume mit stark verlichteter Krone auf 34 Prozent und damit um fünf Prozent verringert. Gleichzeitig verfestigt sich der Eindruck, dass der seit einigen Jahren vorangetriebenen Waldumbau zu wirken beginnt. Der Wald wird jünger und reicher an Baumarten. Dies zeigen auch die Ergebnisse der Landeswaldinventur. Die Fläche der Wälder, auf denen junge Bäume bis 20 Jahre wachsen, hat um gut 35.000 Hektar zugenommen. In dieser Altersklasse dominiert das Laubholz mit einem Anteil von 72 Prozent. Um diesen Erfolg zu verstetigen, ist in den kommenden Jahren eine besondere Pflege notwendig.

Dürre, Hitze, Säure- und Nährstoffeinträge schädigen Waldbäume
Diese Entwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Klimawandel weitere negative Auswirkungen auf den Wald hat. Zudem sind die Einwirkungen aus Industriegesellschaft und Verkehr groß. Ursache für die Waldschäden ist nach wie vor auch die Versauerung der Waldböden durch langfristige Säure- und Nährstoffeinträge. Hinzu kommen Schäden durch die Auswirkungen des Klimawandels – Dürre und Hitze, die das Feinwurzelsystem und die Leitungsbahnen der Bäume schädigen, sowie Schäden durch Insekten wie etwa den Eichenprachtkäfer. Nicht nur Nadelbäume, sondern auch heimische Laubbäume sind stark betroffen. So ist die Eiche besonders geschädigt – nur sieben Prozent der Eichen weisen keine Kronenverlichtung auf. Zwar hat auch die Eiche von den größeren Niederschlagsmengen profitiert, doch ihr geht es weiterhin vergleichsweise schlecht. Der Buche hingegen geht es deutlicher besser: 24 Prozent der Buchen zeigen keine Schäden und 40 Prozent geringe Schäden.

Tim Scherer, Wald und Holz: „Eine gute Nachricht ist sicherlich, dass sich die Situation beim Borkenkäfer deutlich entspannt hat – das verschafft dem Wald und uns allen eine gewisse Atempause. Dennoch bleibt Wachsamkeit geboten: Geschwächte Bäume können natürlich auch von anderen Schadinsekten befallen werden, etwa vom Eichenprachtkäfer. Und auch hinsichtlich der Borkenkäfer kann ein sehr trockenes Jahr die Situation wieder verschärfen. Unsere Försterinnen und Förster beobachten die Entwicklung daher genau und stehen dem privaten Waldbesitz jederzeit beratend zur Seite.“

Förderung für die Wiederbewaldung wird fortgesetzt
Mit seiner absoluten Größe von 950.000 Hektar Wald gehört Nordrhein-Westfalen zu den waldreichsten Bundesländern. Auf vielen Schadflächen wachsen schon junge Bäume, doch die Wiederbewaldung bleibt eine wichtige Aufgabe. Deshalb bietet das Land Nordrhein-Westfalen zur Wiederbewaldung und zur Entwicklung klimaanpassungsfähiger Mischwälder vielfältige Unterstützungsangebote an: fachliche Empfehlungen, so etwa das Waldbau- und Wiederbewaldungskonzept, digitale Informationen über Waldinfo.NRW, vielfältige Beratungsgebote der Regionalforstämter, Schulungen und finanzielle Fördermöglichkeiten für den Waldbesitz.

Die Landesregierung hat die Waldbesitzenden seit 2018 mit insgesamt mehr als 160 Millionen Euro bei der Beseitigung der Waldschäden und der Wiederbewaldung unterstützt. Allein in 2025 wurden mehr als 16,5 Millionen Euro Fördergelder bereitgestellt, um vor allem die großen Schadflächen, wieder zu bewalden. Bis Ende dieses Jahres werden damit Kalamitätsflächen im Umfang von 15.000 Hektar mit Unterstützung des Landes wieder aufgeforstet. Auch in 2026 sieht das Land vor, die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer bei der Wiederbewaldung umfassend zu unterstützen.

Hintergrund Waldzustandsbericht
Die Waldzustandserhebung und die weiteren Untersuchungen des forstlichen Umweltmonitorings in Nordrhein-Westfalen werden seit rund 40 Jahren alljährlich durchgeführt und liefern wichtige Informationen zum ökologischen Zustand der Wälder. Die Ergebnisse sind auch eine zentrale Informationsgrundlage für die Einschätzung der vielfältigen Waldfunktionen und für die Waldbewirtschaftung.

Den Waldzustandsbericht 2025 gibt es als Download:
Kurzfassung
Langfassung

 


Zeige alle Meldungen aus dem Jahr: 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | alle


Waldbesitzerverbände und Partner:

27.11.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: EUDR-Reform jetzt umsetzen
19.11.2025: AGDW - Die Waldeigentümer und FabLF: Deutsche Umsetzungspläne zum EU-Umweltstrafrecht gefährden nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
17.11.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: EUDR: Waldbesitzer begrüßen Vorschläge Deutschlands zur Verbesserung des Kommissionsvorschlags
13.11.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Deutschland muss bei der EUDR aus der Deckung kommen
13.11.2025: Länderinitiative Holzenergie: Viele neue Mitglieder unterstreichen wachsende Bedeutung der Holzenergie in Bundespolitik
05.11.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Wald-Pionier ausgezeichnet: Die Zitterpappel ist Baum des Jahres
23.10.2025: AGDW und FabLF: EUDR-Revision: Brüssel korrigiert Texte, nicht Probleme – Überarbeitung ist unzureichend
22.10.2025: AGDW und FabLF: Forest Monitoring Law im EU-Parlament abgelehnt
20.10.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: EUDR in der jetzigen Form nicht umsetzbar
08.10.2025: DFWR: Geschäftsführerwechsel beim Deutschen Forstwirtschaftsrat
08.10.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Prof. Bitter beglückwünscht Josef Ziegler zur Ehrung mit der Prof. Niklas-Medaille
30.09.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Waldumbau verstärkt unterstützen – aber richtig!
26.09.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Waldeigentümer formulieren Appell an Forstminister
25.09.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Bundeskongress Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse setzte klare Signale für die Zukunft der Branche
24.09.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Waldeigentümer begrüßen erneute Verschiebung der EUDR
18.09.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Klimaresilienten Waldumbau nicht ausbremsen: Wiederherstellungs-Verordnung muss auf den Prüfstand
25.08.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: EUDR: EU greift Bedenken der US-amerikanischen Produzenten auf – Vermeidung von unangemessenen Handelsauswirkungen
14.08.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Deutschland darf beim Naturschutz nicht auf die schiefe Bahn geraten
13.08.2025: AGDW - Die Waldeigentümer. 100 Tage Bilanz der Koalition: Nach gutem Start jetzt entschieden für den deutschen Wald handeln!
24.07.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Prof. Bitter: „Kosten des Privatwaldes in Deutschland für die Umsetzung der EUDR wären in der Summe deutlich höher als die GAK-Förderung“
22.07.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“: Aufstockung der Mittel zu begrüßen
16.07.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Aufwärtsspirale für Waldbesitzende in der Unfallversicherung vorerst gestoppt
10.07.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Europaparlament sendet starkes Signal für praxisgerechte EUDR-Reform
10.07.2025: Resolution des Forstausschusses: alle sind aufgefordert!
09.07.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Experten-Ruf nach Reform des Klimaschutzgesetzes immer lauter
02.07.2025: AGDW-Die Waldeigentümer: Prognose zeigt: Heimisches Holz bleibt zentraler Pfeiler für nachhaltiges Wachstum
26.06.2025: AGDW-Die Waldeigentümer: Trotz Entschärfung: EU-Waldmonitoring bleibt ein Irrweg
18.06.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Wiederherstellungsverordnung: AGDW unterstützt mit Nachdruck Länder-Initiative
03.06.2025: PM Familienbetriebe und AGDW: Deutliche Mehrheit der Bevölkerung für weniger Bürokratie und mehr Förderung bei Waldumbau
02.06.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Jahresmagazin Waldwirtschaft 2024/25 der AGDW erschienen
26.05.2025: Gemeinsame PM von AGDW und Familienbetriebe Land und Forst: EU-Agrarrat: Entwaldungsverordnung praxistauglich machen – Null-Risiko-Kategorie einführen!
20.05.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Tag der Waldeigentümer auf der LIGNA mit Highlights aus Politik und Technik
16.05.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: AGDW begrüßt forstpolitische Ankündigungen von Bundesminister Rainer
15.05.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: AGDW verlangt Beteiligung der Waldeigentümer bei der Wiederherstellungs-Verordnung
15.05.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Umsetzung der EUDR droht zur Farce zu werden – AGDW bekräftigt Forderung nach Null-Risiko-Kategorie
06.05.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: AGDW gratuliert Friedrich Merz
30.04.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: 50 Jahre Bundeswaldgesetz: Ein politisches Erfolgsmodell feiert Geburtstag
29.04.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Kabinettsbildung: AGDW begrüßt Nominierung von Alois Rainer
16.04.2025: Wald im Klimastress: Interview mit Eberhard von Wrede auf WDR 5 am 15.04.2025
11.04.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Koalitionsvertrag: AGDW begrüßt forstpolitische Impulse und kritisiert drohende Eingriffe in Eigentumsrechte
08.04.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Klimaangepasstes Waldmanagement: Bestandsförderung gesichert, Antragsstau auflösen!
31.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: AGDW begrüßt die klare Positionierung von 10 Bundesländern in ihrer heutigen AMK-Protokollerklärung gegen die Wiederherstellungs-Verordnung
27.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Waldeigentümer fordern Agrarminister in der Bundes- und Europapolitik zum Handeln auf
25.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Prof. Bitter: „Vielfalt der Ökosystemleistungen verlässlich finanzieren“
21.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Internationaler Tag des Waldes: Aktive Waldbewirtschaftung fördern!
19.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Waldumbau langfristig absichern, Stop and Go in der Förderpolitik beenden
18.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Kulturfrau der 50-Pfennig-Münze geehrt: Pflanzung und aktiver Waldumbau bleiben das Gebot der Stunde
14.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: THG-Bilanz zeigt Handlungsbedarf beim Klimaschutzgesetz
08.03.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Ergebnis der Sondierung von Union und SPD: Schritt in die richtige Richtung
28.02.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Notbremse bei Natur-Verordnung gehört auf die politische Agenda
27.02.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: EUDR gehört in den Omnibus-Fahrplan der Europäischen Kommission
24.02.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: AGDW-Präsident Bitter: „Ergebnis der Bundestagswahl schafft Basis für Neuausrichtung der Forstpolitik“
19.02.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Am 23. Februar ist Bundestagswahl: Der Wald braucht Ihre Stimme!
18.02.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Waldumbau und Wettbewerbskraft des Waldeigentums durch schlanke EU-Regulierung sichern! Angekündigte Brüsseler Omnibus-Verordnung muss sich auch auf die EUDR erstrecken
17.02.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: EU-Repräsentanz der deutschen Waldbesitzer eröffnet
27.01.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Waldeigentümer beteiligen sich am Wirtschaftswarntag
17.01.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Empfang der Waldeigentümer setzt zum Jahresauftakt starkes Zeichen
14.01.2025: AGDW - Die Waldeigentümer: Regierungsberater empfehlen Korrektur der CO2-Senkenziele im Klimaschutzgesetz

Sonstige Meldungen:

26.11.2025: SGV Benehmensverfahren Ennepetalsteig in Ennepetal
20.11.2025: Presseinformation MLV NRW: Ministerin Gorißen stellt Waldzustandsbericht 2025 vor
27.10.2025: SGV: Benehmensverfahren Urban.Trails Ruhr "neuer Rundwanderweg UTR-Hagen"
13.10.2025: SGV: Benehmensverfahren Urban.Trails Ruhr Mülheim
07.10.2025: PEFC: Die Stadt Blieskastel ist die PEFC-Waldhauptstadt 2026
16.09.2025: SGV: Benehmensverfahren Urban.Trails Ruhr "Urban.Trail Oberhausen"
14.08.2025: SGV: Benehmensverfahren Urban.Trails Ruhr "neuer Rundwanderweg UTR-Dortmund
17.07.2025: SGV: Benehmensverfahren Fuchs-Wanderwege in Ennepetal
12.06.2025: PM BMLEH: Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2024
02.06.2025: SGV: Benehmensverfahren "Rundwanderweg zur Töte" Kirchhundem
25.03.2025: DFWR: Neu gewählter Bundestag – Forstwirtschaft erwartet spürbaren Aufbruch und Bürokratieabbau im Wald
10.03.2025: Wald und Holz NRW: Wälder im Wiederaufbau - Wildverbiss bleibt Herausforderung_Antrag auf Schonzeitverkürzung
24.02.2025: SGV: Benehmensverfahren Wanderweg B4 in Bad Laasphe - Banfe
18.02.2025: SGV: Benehmensverfahren Wanderweg Geschichtspark Balve
Lies mich - Wichtig!
Neueste Meldungen
Termine