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Aktuelles
29.07.2026 AGDW - Die Waldeigentümer: Funktionierende Nutzungsketten und Holzmärkte erhaltenGemeinsame Pressemitteilung
Die Verbände sprechen sich vor diesem Hintergrund für einen marktorientierten Ansatz bei der Holzverwendung aus. Stoffliche und energetische Nutzung sind keine Gegensätze, sondern komplementäre Bestandteile einer nachhaltigen Bioökonomie und wichtig für die multifunktionale Forstwirtschaft. Zusätzliche bürokratische Vorgaben zur Holzverwendung beeinträchtigen die Holzmobilisierung für alle Anwendungsbereiche und funktionierende Wertschöpfungsketten, so die Warnung der Verbände. Marlene Mortler, Vorsitzende des Fachverbands Holzenergie (FVH) im Bundesverband Bioenergie e.V., dazu: „Holzenergie ist kein Konkurrent der stofflichen Nutzung, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Holzverwendung. Die rückläufigen Zahlen der stofflichen Verwertung minderwertiger Holzsortimente zeigen eindrücklich, dass hier eine Phantomdebatte geführt wird und es kein generelles Versorgungsproblem mit Holz gibt. Zudem hätten ordnungsrechtliche Einschränkungen der energetischen Holznutzung massiv negative Konsequenzen für Wirtschaft und Umwelt: Zwei Drittel der erneuerbaren Wärme in Deutschland basieren auf Holz; Holzenergie spart jährlich mehr als 34 Mio. Tonnen CO₂ ein und ersetzt zudem Öl- und Gasimporte im Wert von mehr als 5 Mrd. Euro pro Jahr. Das ist ein immens wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit, den Klimaschutzzielen und heimischer Wertschöpfung.“ Der Präsident des Verbandes AGDW – Die Waldeigentümer, Prof. Andreas Bitter, erklärt: „Regelmäßige Waldpflege ist die Voraussetzung für stabile, klimaresiliente Wälder. Bei diesen Pflegemaßnahmen fällt in aller Regel Holz an, das häufig nur energetisch genutzt werden kann. Die Vermarktung solcher Brennholzsortimente ist unverzichtbar, um mit den Erlösen die Waldpflege und den klimaangepassten Waldumbau zu finanzieren. Politisch verordnete Beschränkungen zulasten von Energieholz wären deshalb weder ordnungspolitisch noch klima- oder forstpolitisch zu rechtfertigen. Sie würden eine nachhaltige Bewirtschaftung erschweren und die Marktposition der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer beeinträchtigen.“ Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst: „Nachhaltige Holzverwendung entsteht nicht durch staatliche Lenkung, sondern durch funktionierende Märkte. Gerade für Schwachholz, Waldrestholz und Landschaftspflegematerial gibt es häufig keine wirtschaftlich tragfähige stoffliche Alternative. Wer die energetische Nutzung politisch einschränkt, schwächt die wirtschaftliche Grundlage der Waldbesitzer und gefährdet Investitionen in klimaresiliente Wälder.“ Das Papier „Funktionierende Nutzungsketten und Holzmärkte erhalten - Für eine realistische Bewertung von Kapazitäten“ steht Ihnen hier zum Download bereit. Pressemitteilung der AGDW - Die Waldeigentümer vom 29.07.2026
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