Kampagne 8 "Wald ist Klimaschützer"

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    Gemeinsame Pressemitteilung der Familienbetriebe Land und Forst und der AGDW - Die Waldeigentümer

    Wald ist der Stakeholder Nr. 1 in Sachen Klimaschutz - Waldbauern fordern 5% aus CO2-Abgabe

    Berlin. 24. November 2020. Anlässlich eines Fachgesprächs im Umweltausschuss des Bundestages weisen die Waldbesitzerverbände auf die Klimaschutzleistung nachhaltig bewirtschafteter Wälder hin. Deutschlands Wälder sind der Klimaschützer im Land schlechthin. Sie speichern 58 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Zusätzlich werden durch Holzverwendung und Substitutionen jedes Jahr weitere 69 Mio. Tonnen CO2 gebunden. Die Klimaschutzleistung des Waldes hängt damit unmittelbar mit seiner nachhaltigen Pflege und Bewirtschaftung durch Waldbauern und Förster zusammen. „Es ist daher nicht nachvollziehbar, dass knapp 50 Prozent des deutschen Waldes, der sich in privatem Eigentum befindet, bei dem Fachgespräch nicht mit am Tisch sitzt“, erklärt Max v. Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst.

    Er fordert zudem Zukunftslösungen für den deutschen Wald: „Die im Sommer zugesagte Bundeswaldprämie über 500 Mio. Euro, die nun endlich abgerufen werden kann, ist eine wichtige Hilfestellung in der aktuellen Krise“, so Elverfeldt. Allerdings biete die Einmalförderung keine langfristige Perspektive. „Um unsere Wälder langfristig zu stabilisieren und sie als Multitalente zu erhalten, müssen wir in eine Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes einsteigen.“

    Ein schlüssiges Modell dafür liegt seit längerem auf dem Tisch und orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Mit dem festgelegten CO2-Preis von anfänglich 25 EUR würde die Klimaleistungsprämie danach 112,50 EUR pro Jahr und Hektar betragen. Gemessen am Finanzplan der Bundesregierung, der 26,8 Mrd. EUR Klimainvestitionen aus dem Energie- und Klimafonds vorsieht, entspricht die Forderung der Waldbesitzer bezogen auf 11,4 Mio. Hektar Wald nicht einmal fünf Prozent. „Mit dem Einstieg in eine CO2-Bepreisung ist es logisch und gerecht, dass auch die CO2-Speicherung einen Preis erhält. Als größter CO2-Senker überhaupt ist die Forstwirtschaft «Stakeholder Nr.1» in Sachen Klimaschutz des Landes“, erklärt Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.

    Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter: www.wald-ist-klimaschützer.de