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Waldbrandgefahr dramatisch hoch - Waldbauernappell an die Waldbesucher

Die Wälder leiden unter der langanhaltenden Trockenheit. Die mittlerweile fünf niederschlagsfreien Wochen sind nach den Dürresommern 2018 und 2019 der Beginn der Waldkatastrophe 2020 für unsere Wälder. Es muss leider erwartet werden, dass in diesem Jahr wieder ganze Waldbestände durch Borkenkäfer absterben werden und auch unsere heimischen Buchen und Eichen irreversible Schäden erleiden.

Und aktuell droht noch eine besondere Gefahr: Die Waldbrände der ver-gangenen Tage haben ganze Ökosysteme vernichtet. Der Waldbauernvorsitzende Dr. Philipp Freiherr Heereman: "Es werden weitere Waldbrände durch das trockene Wetter folgen. Denn auf den zahlreichen durch Borkenkäferbefall und Sturmschäden entstandenen Flächen liegen riesige Mengen ausgetrockneter und leicht entflammbarer Baum-kronen, Äste und Reisig. Da reichen bereits wenige Funken aus, um trockene Gräser, Sträucher und Astmaterial zu entzünden."

Die Waldbesitzer können die riesigen Mengen an Schadholz nicht aus eigener Kraft aus den Wäldern holen. "Doch die Landeshilfe zur Flächenräumung der Schadflächen lässt immer noch auf sich warten," so der Waldbauernvorsitzende. "Die Waldbesitzer fühlen sich im Stich gelassen, denn das bereits im Dezember zugesagte umfangreiche Förderpaket von Bund und Ländern fließt nicht ab. Es ist schon dramatisch, dass die Umsetzung in NRW so lange dauert", bedauert Heereman. „Und nun bekommen wir doppelt und dreifach die Quittung!“

Die Waldbauern appellieren an die Waldbesucher, nicht im Wald und auch nicht in Waldnähe zu rauchen oder zu grillen. Besondere Gefahr entsteht auch durch die Winde der letzten Tage. Sie führen zu einer weiteren Austrocknung der Natur und können gleichzeitig Glut über weite Entfernungen transportieren.

Auch bitten die Waldbesitzer, liegengebliebene Glasscherben – auch wenn es nicht die eigenen Hinterlassenschaften sind - beim Waldbesuch einzusammeln und korrekt zu entsorgen.

Pressemitteilung des Waldbauernverbandes vom 23. April 2020

Auch Ministerin Ursula Heinen-Esser appelliert an Waldbesucherinnen und -besucher: "Seien Sie umsichtig und aufmerksam, halten Sie sich dringend an die zur Vermeidung von Waldbränden geltenden Vorschriften. Wer dagegen verstößt, riskiert Leben und setzt die Natur aufs Spiel."....

Die gesamte Meldung lesen Sie hier.

 


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