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Erwartungen an die Waldkonferenz*

Die Schäden in den nordrhein-westfälischen Wäldern sind durch die Dürresommer 2018 und 2019 bereits jetzt höher als beim Orkan "Kyrill" vor 12 Jahren. Der Klimawandel ist im Wald voll angekommen. Dr. Philipp Freiherr Heereman, Vorsitzender der Waldbauern in NRW: "Der Klimawandel wird unsere Wälder nachhaltig ändern. Alle Funktionen des Waldes stehen auf dem Prüfstand. Bewährte Baumarten, auch heimische Baumarten, werden es künftig schwer haben. Die Versorgung der Bevölkerung mit heimischem Fichtenholz ist nicht gesichert. Die Sicherheit der Waldbesucher durch abgestorbene Bäume gefährdet. Die Situation ist dramatisch!"
Dementsprechend groß sind die Erwartungen der Waldbesitzer an die Waldkonferenz am kommenden Montag. Schon oft hatten die Waldbesitzer in den vergangenen Monaten das Gefühl, dass die Politik die Brisanz der Lage verstanden hat. Doch die Hilfspakete, die Bund und Land bisher auf den Weg gebracht haben, sind bei weitem unzureichend. Dabei geht es nicht nur um eine Branche, es geht um den Wald und seine vielfältigen Leistungen für die Gesellschaft. Heimisches Holz zu ernten und vor Ort zu nutzen, ist Klimaschutz pur. Kein anderer Rohstoff kann mit der Ökobilanz von heimischem Holz mithalten. Gleichzeitig ist der Wald der naturnächste Lebensraum und der wichtigste Erholungsbereich, den wir besitzen.
Unsere Nadelwälder bringen mehr Ökologie und Erholung, als so Mancher zugeben möchte! Wenn unsere heimischen Buchen- und Fichtenwälder wirklich plantagenartige Braunkohleabbaugebiete wären, dann sind die aktuellen Forderungen aus dem ehrenamtlichen Naturschutz zur Nichtnutzung der Wälder auch ein besserer Werbefeldzug für Beton, Stahl und Öl.

Garant für die Bereitstellung der unterschiedlichen Waldleistungen, zu denen auch der Arten- und Naturschutz gehört, ist die aktive und nachhaltige Forstwirtschaft. Diese wird in NRW auf 2/3 der Gesamt-waldfläche von privaten Waldbesitzern gewährleistet, denn etwa 600.000 ha Wald sind in privater Hand.
Damit der Privatwald aber auch in Zukunft diesen Funktionenmix trotz Klimawandel aufrecht erhalten kann, muss die Politik, muss die Gesellschaft mehr Anstrengungen unternehmen als bisher.

Die Waldbesitzer in NRW erhoffen sich von der Waldkonferenz am 11.11. ein deutliches Signal von der Landesregierung, ab sofort alles zu tun, um den Wäldern und den Waldbesitzern in dieser Schadenssituation und auch zukünftig wirksam zu helfen. Diese Mammutaufgabe muss Schwerpunktaufgabe der GESAMTEN Regierung werden.
Die Gesellschaft, die gesamte nordrhein-westfälische Regierung ist in der Pflicht, die Auswirkungen des Klimawandels aufzufangen, gemeinsam mit den Waldbesitzern das Schadholz sinnvoll zu nutzen und dann die Wälder zu klimastabilen Wäldern umzubauen. Im Privatwaldland NRW heißt dies, alles dafür zu tun, damit die Waldbesitzer ihrer Aufgabe für unsere Wälder jetzt und in Zukunft nachgehen können.

Unsere Forstwirtschaft ist nicht - wie manche Naturschützer gerne kolportieren - ein Teil des Problems, sondern ein Teil der Lösung! 300 Jahre Nachhaltigkeit können nicht lügen, Bestseller schon!

Waldbauernverband NRW e. V.

*Konferenz des Landes NRW zum Thema Wald im Klimawandel, 11.11.2019, Düsseldorf

 


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