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Holzbau ist Klimaschutz

  • Holz benötigt bei seiner Entstehung bis zum Werkstoff hauptsächlich Sonnenenergie 
  • Holz bindet CO2 
  • Holz besitzt hervorragende Dämmeigenschaften
  • Holzprodukte ersetzen energieaufwändig hergestellte Bau- und Werkstoffe
  • Holz läßt sich einfach recyclen oder CO2-neutral thermisch verwerten
  • hohes technisches Niveau eröffnet Einsatzzwecke in vielfältigsten Holzbauwerken 

Kaskadennutzung

Eine mehrfache aufeinander aufbauende stoffliche Verwendung mit anschließender energetischer Nutzung ermöglicht ein Ausreizen der Verwendungspotentiale von Holz. Die wiederholte Verarbeitung hat gegenüber der "einmaligen" thermischen Verwendung von Frisch- holz volkswirtschaftliche und regionalwirtschaftliche Bedeutung. Die wichtige klimarelevante Auswirkung im Rahmen der Kaskadennnutzung ist jedoch der langfristige Erhalt des Kohlenstoffspeichers über alle Verarbeitungsstufen hinweg.

Kaskadennutzung

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Wald, Holz, Klima  

In einer Wirtschaftsordnung, die hauptsächlich über Ressourcenverbrauch Wachstum zu generieren versucht, nimmt die Waldwirtschaft eine besondere Stellung ein. Aufgrund des Nachwachsens unseres Rohstoffs ist die Forst- und Holzwirtschaft der einzige Wirtschaftszweig, der über die Nachhaltigkeit des Wirtschaftens Ressourcen produziert, statt sie zu verbrauchen!

Neben der - im übrigen unentgeltlich erbrachten - "Segnungen" im Bereich der Erholung, der Artenvielfalt und der Lieferung von Trinkwasser sowie sauberer Luft ist es der Zukunftsrohstoff Holz, der durch gezieltes Bewirtschaften der Wälder immer wieder nachwächst. 

Will man effektiven Klimaschutz betreiben und gleichzeitig regionale volkswirtschaftliche Potentiale ausschöpfen,so gilt es Holz nachhaltig und  möglichst stofflich zu nutzen. Bietet doch die stofflichen Verwertung gegenüber der primär thermische Nutzung des Rohstoffs größere ökologische und ökonomische Potentiale. Die Wertschöpfungskette wird durch die direkte thermische Verwertung unnötig verkürzt und zudem die Recyclingfähigkeit des Rohstoffs Holz nicht ausgenutzt.

"Koppelprodukt" Brennholz

Gleichwohl ist das Brennholz ein äußerst wichtiges Koppelprodukt der Waldwirtschaft, d.h. es fällt bei forstlich kompetenter Bewirtschaftung im Rahmen von Durchforstungen zur Bestandespflege kontinuierlich an. Die Rolle als Einstiegsprodukt zur (Erst-)Nutzung seines Waldes ist für den Waldbesitz ebenfalls wichtig.

Regional kann Brennholz aus dem Wald oder aus kleineren Energieholzplantagen zur Versorgung von Blockheizkraftwerke beitragen. Über geringe Entfernungen transportiert und nachhaltig erzeugt ist Holz den fossilen Energieträgern Kohle und Öl hinsichtlich seiner ökologische Wertigkeit überlegen. Große, überregionale Lösungen der Energieversorgung sind mit Holz jedoch schon aufgrund der Rohstoffversorgung erheblich schwerer umzusetzen. Für die benötigten Mengen würden hier zudem eine große Konkurrenz der thermisch verwendeten Holzsortimente zu den stofflich verwertbaren Sortimenten enstehen.   

"Plusenergierohstoff" Holz 

Die Eigenschaft von Holz als "Plusenergieroh-, bzw. Baustoff wird bei seiner Enstehung deutlich. Für das Wachstum von Holz benötigt das Ökosystem Wald als Energie lediglich das natürlich vorkommende Sonnenlicht, welches nicht erzeugt werden muß. Im weiteren Verarbeitungsprozess wird vergleichsweise wenig weitere Energie z.B. zum Sägen oder Verbinden im Holzbau benötigt. Am Ende seines - durchschnittlich 80 jährigen - Lebenszyklusses hat Holz aufgrund seiner Dämmeigenschaften viel Energie eingespart und kann dann immer noch thermisch genutzt, sprich verbrannt werden. Holz setzt dann gesamtbilanziell mehr Energie frei, als im Laufe seines "Lebens"für die Ernte, Verarbeitung, Wiederverwertung und Nutzung benötigt wurde.      

Demgenüber sind die sogenannten energieintensiven Baustoffe Beton und Stahl in großem Nachteil. Dies nicht nur aufgrund der gegenüber Holz erheblich schlechteren Dämmeigenschten und somit Energieeinsparpotentialen. Für Rohstoffgewinnung, Verhüttung, Transport, Recycling wird darüber hinaus eine erhebliche Mege an Energie benötigt, die zudem nicht bei der Entsorgung frei wird und somit verwendet werden könnte. 

Zukunftsrohstoff Holz

Bedenkt man die allseits vorherrschende Ressourcenknappheit, die Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit unseres täglichen Wirtschaftens und Lebens, so ist das stetig nachwachsende Holz der Rohstoff zur Lösung aktueller und zukünftiger Herausforderungen. Hierzu leisten unsere Waldbesitzer durch ihr Wirtschaften bereits jetzt einen großen Beitrag. 

Wald und CO2

  • Der Holzvorrat in unseren Wäldern beträgt ca. 3,4 Milliarden Kubikmeter; Tendenz steigend
  • die Wälder in Deutschland entnehmen der Atmosphäre täglich 600.000 Tonnen CO2
  • pro Sekunde nimmt der Wald soviel CO2 auf, wie drei Autofahrer durchschnittlich jährlich produzieren
  • 1,9 Millionen Tonnen CO2 wird beim Nachwachsen in einer Tonne Holz gespeichert 
  • im Holz seiner Bäume speichert der deutsche Wald 5,5 Millarden Tonnen CO2   

Ist es besser, den Wald zu "schonen" und das Holz nicht zu verwenden?

Nein! Durch nachhaltige Bewirtschaftung gibt es genügend nutzbares Holz.Für das Klima ist es sogar gut dem Wald im Rahmen von Durchforstungen Holz zu entnehmen und es zu nutzen. Als Baustoff verwendet, speichert das Holz dann weiterhin das während des Wachstums aufgenommene CO2. Neu keimende ebenso wie verbliebene Bäume füllen den freien Raum im Bestand. So wächst weiteres Holz; wiederum wird Co2 gebunden. In einem Urwald oder in Flächen ohnen Bewirtschaftung vergehen die Bäume aufgrund Alter und Konkurrenzsituationen. Ihr Holz wird zu Humus und setzt bis dahin gebundenes CO2 frei. 



 
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